Genügt es, bei einem Auskunftsersuchen nach DSGVO einfach alle Verträge in Kopie zuzusenden?

Viele Unternehmen (da spreche ich aus Erfahrung) gehen davon aus, dass ein Auskunftsersuchen nach Art.15 DSGVO damit erledigt ist, dass man als Antwort schreibt, dass Daten gespeichert werden und dem Auskunftsersuchenden einfach in Kopie alle möglichen Verträge und Schriftstücke der letzten Jahre nochmals zukommen lässt.

Wenn Sie das als Unternehmen machen, dann ist es besser Sie überweisen dem Auskunftsersuchenden eine “Aufwandsentschädigung” im mindestens 4stelligen Bereich. Denn dieser Betrag kann mitunter zivilrechtlich eingeklagt werden, wenn Sie ein DSGVO Auskunftsersuchen in dieser Art und Weise beantworten.

Das Recht auf eine Kopie aller Daten nach Art.15 DSGVO umfasst zwar die Aushändigung aller möglichen Schriftstücke in Kopie, auf denen die personenbezogenen Daten des Auskunftsersuchenden angeführt sind, jedoch müssen Sie ebenso eine Auflistung aller gespeicherten Daten mit Quelle, Zweck der Speicherung sowie Übermittlung und Klassifizierung anführen.

Darüber hinaus verweise ich Sie gerne auf einen Rechtsstreit, der genau das zur Folge hatte (abgerufen am 02.02.2021): https://www.delegedata.de/2020/01/amtsgericht-15-000-eur-zwangsgeld-wegen-unzureichender-auskunft-nach-der-dsgvo/

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