Motivation durch Verantwortung: Haben Ihre Mitarbeiter den richtigen Platz gefunden?

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Wie kann man sein Personal richtig einsetzen? Wie kann man die Produktivität verbessern? Wo gibt es Optimierungsbedarf? Wie erkennt man, ob man die richtige Person für den richtigen Job ausgewählt hat?

Fragen die sich jedes Unternehmen stellt. Egal ob zwei Mitarbeiter oder 20.000. Denn jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter hat Talente die sie bzw. ihn für bestimmte Aufgaben besonders qualifiziert und auch disqualifiziert. Letztendlich wird nur das gut gemacht und erledigt, was gerne gemacht wird. So ist es auch im Erwachsenenalter, egal wie viel man dafür bezahlt bekommt.

Deshalb hängen die Erfolgsfaktoren eines Unternehmens nicht nur vom Produkt, Markt und der gewählten Marketingstrategie ab, sondern ganz entscheidend von den Mitarbeitern und auch deren Führung und Bedürfnissen.

Mitarbeiter sind die wichtigste Quelle

Mitarbeiter stehen im ständigen Austausch mit ihrem Unternehmen. Das heißt, dass ihre Mitarbeiter am besten wissen was gut läuft und meistens noch besser wissen, was gar nicht gut läuft. Es gibt dann je nach Persönlichkeit verschiedenste Wege und Strategien damit umzugehen. Hier ein kurzer Auszug von Typen, die ich in meiner Laufzeit schon kennenlernen durfte. Nebenbei angemerkt, sie betreffen das männliche wie auch weibliche Geschlecht. Uneingeschränkt.

Der Nörgler

Diese Person hat an allem und jedem etwas auszusetzen. Getrieben von einer inneren Unzufriedenheit, beeinflussen Nörgler ihre Umwelt nachhaltig. Und das nicht positiv. Allerdings haben diese Personen keinen oder wenn überhaupt nur einen geringen Beitrag für Verbesserungen. Wenn sie alle Prozesse und Probleme optimiert haben, können sie sich dem Nörgler zuwenden. Er wird weitere Probleme auflisten, an die sie nicht im entferntesten gedacht haben.

 

Der Pflichtbewusste

Er kommt so früh es möglich ist und geht so spät er kann. Der Pflichtbewusste lebt für die Firma. Alles andere ist nebensächlich und quasi nicht existent. Diese Person hat ein umfassendes Wissen über Systeme und Prozesse. Zwischenmenschliche Beziehungen haben dafür allerdings kaum noch Platz. Er weiß wo Platz für Verbesserungen sind, kann diese aber eventuell nicht klassifizieren, da die Arbeit ihm am Herzen liegt und sein Wesen es nicht erlaubt etwas schlecht zu reden. Sie entlocken dem Pflichtbewussten am besten dann die Informationen, wenn es um die konkrete Mitgestaltung und Mitarbeit an Verbesserungen geht. Binden Sie ihn so gut es geht ein, aber überfordern sie ihn nicht.

 

Der Wichtigmacher

Wer kennt sie nicht? Und es gibt sie sehr wahrscheinlich auch in ihrer Firma. Wichtigmacher kennen jeden Prozess, jedes System, jedes Team und überhaupt jeden Mitarbeiter und dessen Qualifikation. Wenn ihnen jemand auf alles eine Antwort geben kann, dann sollten die Alarmglocken bei ihnen klingeln. Mein Ausbilder zu Lehrzeiten hat mir schon folgenden Satz mitgegeben: „Wenn jemand behauptet er kann alles, dann kann er in Wahrheit gar nichts“. Natürlich gibt es auch Mitarbeiter die schon lange mit der Firma verbunden sind und ein großes Wissen mit sich bringen, doch die halten sich damit meist zurück und geben es nur dann Preis wenn man sie dezidiert danach fragt. Deshalb sind diese Mitarbeiter meist auch in der Kategorie „pflichtbewusst“ angesiedelt.

 

Der Unsichtbare

Er kommt und geht, doch so wirklich weiß niemand genau was er eigentlich macht. Der Unsichtbare agiert unscheinbar. Nichts desto trotz ist das, was er macht, nicht weniger wichtig. Der Unscheinbare nimmt neue Aufgaben ohne viel Panik an und nimmt Änderungen in der Firma sehr gelassen an. Man spürt eigentlich gar nicht dessen Anwesenheit, sehr wohl aber seine Abwesenheit. Wohl auch deswegen, weil plötzlich Arbeit liegen bleibt die vorher keiner gesehen hat. Der Unsichtbare kann auch guten Input zu Abläufen und Prozessen liefern, ob dies jedoch ein nützlicher Input ist kann man erst dann herausfinden, wenn man ihn dazu eingeladen hat.

 

Der Anwesende

Der Anwesende ist nahezu wie der Unsichtbare, nur dass er kaum Arbeit erledigt und sich eher davor drückt bzw. seine Arbeit als schwierig und unglaublich viel betitelt. Nicht falsch verstehen, der Anwesende hat immer irgendwas zu tun. Aber er ist kein Workaholic. Er nutzt die Tatsache aus, dass womöglich keiner in der Firma so ganz genau weiß was er eigentlich tut. Wenn der Anwesende gefragt wird, dann wird er seine Arbeit kaum näher erklären und viel mehr Argumente verwenden, dass sein Job komplex und langwierig, ja mitunter sehr anstrengend ist. Fragt man ihn direkt ob er auch mal Zeit für irgendetwas hat, dann findet der Anwesende viele Ausreden warum er eher keine Zeit hat. Der Anwesende sollte für Dinge rund um Optimierungsbedarf eher ausgeklammert werden. Beleuchten Sie den Anwesenden wenn Sie Zeit und Energie dafür haben. Es könnte nämlich sein, dass Sie mehr als erstaunt über dessen tatsächliche Arbeitsleistung sind.

Es gibt noch viele weitere Typen und Eigenschaften.

Möchten Sie eine Optimierung Ihrer Prozesse, Arbeitsabläufe oder Organisation anstreben, dann brauchen Sie den Input Ihrer Mitarbeiter. Erst wenn Sie wissen was die Stärken, Schwächen, Bedürfnisse und zum Teil auch No-Gos ihrer Mitarbeiter sind, können Sie diese gezielt einsetzen und auch entwickeln. Andernfalls ist es eher eine zusammengewürfelte Gruppe die eben zusammenarbeitet weil das Jemand gesagt hat. Und dieser Jemand sind sie. Das heißt aber im Umkehrschluss nicht, dass dabei das beste Ergebnis herauskommt.

Aufgaben zuordnen, Grenzen abstecken, Verantwortung übernehmen

Wenn Sie nun Ihre Teams und deren Zweck sowie Aufgaben kennen (und dies auch bei den Teammitgliedern bekannt ist), dann können Sie die Optimierungen adressieren und evaluieren. Nur wenige Verbesserungen oder Änderungen betreffen meist nur ein Team. Oft sind zwei oder mehrere Teams in einen ganzen Optimierungsprozess eingebunden.

Machen Sie dabei nicht den Fehler und überlassen Sie das Feld den Anwesenden bzw. Betroffenen. Denn Sie möchten ja eine Verbesserung herbeiführen und kein Gemetzel bei dem der Stärkste gewinnt. Deshalb sollte dieser Prozess von einem unabhängigen Moderator begleitet werden. Dessen Aufgabe ist es die Meinungen und Befindlichkeiten zu berücksichtigen und das Problem durch eine entsprechende Lösung gemeinsam zu ersetzen.

Letztendlich ist es nämlich mehr als notwendig, dass die Optimierung auch vom jeweiligen Team verstanden und voll umfänglich übernommen wird. Dieses Team (bzw. diese Teams) ist letztendlich verantwortlich damit es in Zukunft besser und runder läuft.

Wenn Sie möchten, dann können wir uns dazu gerne weiter unterhalten und Ihren Bedarf ermitteln. Meine Kontaktdaten finden Sie nach wie vor auf meiner Kontaktseite.