Warum in der Ruhe doch die Kraft liegt: Verblüffende Tipps um die Informationsflut zu bändigen

Wie kann man die Informationsflut bewältigen? Wie soll man mit der Informationsflut umgehen? Fragen die simpel klingen aber eine pure Verzweiflung ausdrücken. Denn wenn man sich die Frage stellt wie man der Informationsflut Herr werden kann, dann ist bereits ein kritischer Punkt erreicht.

Davor stellt man sich die Frage nämlich äußerst selten. Aus gutem Grund: Wer in dieser Thematik eine öffentliche Selbstreflexion durchführt gilt bis dato meist als Niete, quasi das schwächste Glied in der (Erfolgs)kette. Informationen muss man nämlich lesen, verstehen, umsetzen und taktisch verteilen. Nur so kann man den alltäglichen Kampf im Büro gewinnen.

Kommt Ihnen das bekannt vor?

Natürlich etwas überspitzt dargestellt, aber in Wahrheit in manchen Büros doch sehr nahe an der Realität. Im Schnitt erreichen uns nämlich ca. 30 E-Mails pro Tag und wir verbringen mehr als 1 Stunde damit diese zu lesen, zu verstehen und gegebenenfalls auch zu beantworten. Das Ganze natürlich zwischen unzähligen Meetings, Anrufen, Projekten und den eigentlichen Aufgaben Ihrer Tätigkeit.

Wissen Sie eigentlich wie viel dies Ihrer Firma kostet?

Ganz abgesehen davon, dass diese Flut an Informationen Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf längere Sicht krank macht. Es zieht übrigens einen weiteren Rattenschwanz nach sich: Damit Mitarbeiter dieser Informationsflut Herr werden, gibt es praxiserprobte Lösungsansätze die immer wieder gerne angewandt werden:

E-Mails in Meetings bearbeiten

Das ist ungefähr so, als würden Sie als Kind auf einem Gameboy spielen während der Lehrer einen Vortrag hält. Das Resultat muss ich nicht extra erwähnen oder doch? Die Mitarbeit am Meeting selbst lässt zu wünschen übrig, etwaige Kommentare kommen zum ungünstigsten Zeitpunkt, bereits besprochene Punkte werden wiederholt nachgefragt. Letztendlich war das ganze Meeting oder zumindest ein Großteil davon verschwendete Zeit.

E-Mails in der Freizeit bearbeiten

Früher gab es dafür noch Applaus: Mitarbeiter die sich in der Freizeit, ja sogar im Urlaub um die Firma sorgen und unentgeltlich zum Wohle der selbigen beitragen. Ich persönlich habe kein Verständnis für Personen die mir außerhalb ihrer (und meist auch meiner) Arbeitszeit eine E-Mail schicken. Warum? Weil mir so etwas signalisiert, dass Familie, Freizeit, soziale Kontakte und eigenes Wohlbefinden unter die Firma gestellt wird. Daraus leite ich ab, dass diese Person das Selbe auch von mir erwarten könnte. Diese Erwartung erfülle ich jedoch nicht (mehr). Ein Burnout vor einigen Jahren zeigte mir sehr gut, wer wirklich in Zeiten von mangelnder Gesundheit für einen da ist. Denken Sie einfach darüber nach.

PS: Im übrigen ist dies auch ein Signal, dass Sie Ihr Zeitmanagement nicht im Griff haben. Die Zeiten des Applaus für diese “Art zu Arbeiten” sind so gesehen vorbei. Warum tun Sie es dann noch?

E-Mails ungelesen verschieben

Der Klassiker der Informationsflut: An der Fülle von E-Mails werden diese nach einem eigenen Filter aussortiert. Allerdings heißt das noch lange nicht, dass dieser Filter korrekt oder effizient ist. Dadurch kann es mitunter schnell und (un)beabsichtigt passieren, dass E-Mails ungelesen verschoben werden obwohl der Absender auf eine Entscheidung oder zumindest Antwort wartet. Daraus ergeben sich Verzögerungen, Missverständnisse und im schlimmsten Fall sogar Folgekosten.

E-Mails 1:1 weiter verteilen

Ebenso oft anzutreffen ist dieser Klassiker, den vor allem Führungskräfte machen: Scheinbar wichtige Informationen werden 1:1 an die Mitarbeiter weitergeleitet. Wichtige Punkte werden nicht in eigenen Worten zusammengefasst oder beigefügte, vorherige E-Mails werden nicht entfernt. Dadurch ist es übrigens schon zu manch heftigen Diskussionen gekommen, weil plötzlich vertrauliche und persönliche E-Mails den Weg zu weiteren Empfängern gefunden haben. Vom Informationsoverkill den die Empfänger erleiden reden wir am besten gar nicht.

E-Mails an Hinz und Kunz senden

Getrost dem Motto „Du wurdest informiert also hast du es auch zu wissen“ – Informationen werden nicht mehr selektiv versendet, sondern an festgelegte oder zufällige Empfänger(gruppen) verstreut. Besonders gerne wird dieses Spiel von Mitarbeitern wie auch Führungskräften gemacht, die die Struktur des Unternehmens nicht genauer kennen (wollen) oder auch eine „Rolle des Wissenden“ einnehmen möchten um sich z.B. zu positionieren.

Kontakt aufnehmen und Kommunikation optimieren

Möchten Sie Ihre Informationen und deren Flut bändigen? Gerne stehe ich Ihnen für ein unverbindliches Gespräch zur Verfügung. Meine Kontaktseite wartet auf Ihre Eingabe.

Doch welche Lösungsansätze gibt es nun?

Das Rad muss nicht neu erfunden werden. Es gibt und gab bereits viele Lösungen zu diesem Thema, doch der Erfolg liegt in der Umsetzung und der Konsequenz selbst.

Kennen Sie Ihre(n) Empfänger – Erarbeiten Sie Ihre Information

Um die Informationsflut einzudämmen, muss man diese selbst unterbinden. Dies funktioniert nur dann, wenn

  1. die richtigen Ansprechpartner bzw. Entscheidungsträger angesprochen,
  2. korrekt aufbereiteten Inhalte (Anweisungen, Fragestellungen, reine Informationszwecke…) vorliegen,
  3. der passende Kanal (E-Mail, Telefongespräch, persönliches Gespräch…) gewählt wurde und
  4. die entsprechende Priorität (sofort, nebenbei, während dem Kaffee, in einem Meeting…) festgelegt ist.

Hinterfragen Sie sich selbst ob ein E-Mail Sinn macht

Die E-Mail ist in vielen Unternehmen nach wie vor das primäre Kommunikationsmittel. Doch ist es wirklich klug Einzeiler wie z.B. ein „Danke dir“ E-Mail zu versenden? Oder macht es nicht einen besseren und nachhaltigen Eindruck wenn man zur Kollegin bzw. zum Kollegen geht und es einfach ausspricht. Wertschätzung ist etwas das selten geworden ist und nicht via E-Mail vermittelt werden kann bzw. meiner Ansicht nach nicht vermittelt werden soll. Das gilt übrigens auch für Dinge die man unkompliziert besprechen könnte und bringt mich schon zum zweiten Punkt:

Treffen Sie sich doch mal persönlich

Fördern Sie persönliche Gespräche: Sei es zu zweit auf dem Gang oder in Räumen durch Meetings. Doch tappen Sie nicht in die Meetingfalle und verschwenden Sie kostbare (Arbeits)zeit. Bringen Sie die Punkte auf den Tisch die Ihnen wichtig sind und besprochen oder abgeklärt werden müssen. Danach widmen Sie sich wieder Ihren anderen Aufgaben – auch dann, wenn das Gespräch nur 10 Minuten von geplanten 30 oder 60 Minuten gedauert hat.

Schenken Sie Großraumbüros keinen Glauben

Ich sehe schon wie sich Ihre Augenbrauen hochziehen. Was hat ein Großraumbüro mit Informationsflut zu tun? Tja, sehr viel. Laut einer Harvard-Studie (hier geht’s zum T3N Artikel) reduzieren sich die direkten Gespräche zwischen Mitarbeitern um 70 Prozent wenn diese in einem Großraumbüro untergebracht sind. E-Mails wurden plötzlich viel öfters verschickt, als jedes Team noch sein eigenes kleines Reich hatte. Verwunderlich? Meiner Meinung nach nicht. Jeder Mensch braucht eine gewisse Privatsphäre, die in kleinen Büros schneller und besser gegeben ist, als in Großraumbüros. Doch bis diese Erkenntnis in allen Firmen Einzug findet, wird noch einiges an Zeit vergehen… und an Unproduktivität folgen.

Legen Sie Wert auf Protokolle und Fristen

Ein großer Vorteil von E-Mail ist ja der Punkt, dass man es schriftlich hat. Man kann es vorlegen und auf ein „digitales“ Gespräch verweisen, falls es Bedarf dazu gibt. Doch nichts desto trotz kann jeder Satz und jeder E-Mail auf verschiedensten Arten interpretiert werden. Was für Sie eine dringende Aufforderung ist, kann für den Empfänger ein Wunschkonzert sein. Emotionen werden bis dato (Gott sei Dank) nicht digital übertragen, das ist nur von Angesicht zu Angesicht möglich. Übrigens auch die Emotion der Unsicherheit und Unwissenheit. Soll heißen, Sie erkennen in einem persönlichen Gespräch schneller und einfacher ob Ihre Anweisungen beim Gegenüber angekommen sind als in einem E-Mail. Um den erwähnten Vorteil der E-Mail beizubehalten: Verfassen Sie nach einem persönlichen Gespräch ein kurzes Protokoll des Besprochenen mit den vereinbarten Fristen bis zur Erledigung und versenden Sie dieses an alle Beteiligten.

Prüfen Sie erhaltene Informationen

Wie am Anfang dieser Tipps erwähnt, sollten Sie Ihre eigenen Informationen gut aufbereiten und wohlüberlegt verkünden bzw. verstreuen. Machen Sie dies doch auch mit den E-Mails und Meeting Einladungen die Sie bekommen. Nicht jedes Meeting benötigt Ihre Anwesenheit, entweder weil Sie oder Ihre Abteilung z.B. gar nicht zuständig sind oder Mitarbeiter unter Ihnen arbeiten die die Thematik besser kennen. Als Führungskraft sollte man wissen, wen man zu welchem Meeting entsendet. Erhalten Sie viele E-Mails die Sie im Grunde gar nicht lesen sondern nur an Ihre Kollegen weiterleiten, dann hinterfragen Sie einmal den Kommunikationsprozess. Brieftauben hat man letztendlich auch durch elektrische Kabel ersetzt.

Benachrichtigungen sind Konzentrationskiller

Noch ein persönlicher Tipp: Schalten Sie Benachrichtigungen weitgehend ab. Sie kennen sicher das kleine Fenster das immer auf dem Desktop auftaucht oder der Vibrationsalarm auf Ihrem Handy, wenn Sie eine neue E-Mail erhalten. Solche „Aufmerksamkeiten“ lenken Sie stets ab und setzen Sie sogar unter Druck. Eine Informationsüberflutung fängt nämlich auch bei kleinen Dingen an. Wie der kleine Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt.

Kontakt aufnehmen und Kommunikation optimieren

Möchten Sie Ihre Informationen und deren Flut bändigen? Gerne stehe ich Ihnen für ein unverbindliches Gespräch zur Verfügung. Meine Kontaktseite wartet auf Ihre Eingabe.

Wow, Sie haben es bis hierher geschafft bzw. gelesen. Ich bin beeindruckt. Vielleicht weil Sie einen ganz speziellen Tipp vermissen? Vielleicht sind Sie sogar eine Führungskraft? Nun in der Tat habe ich noch einen Tipp für Sie, falls Sie Gefahr laufen an der Informationsflut zu ersticken.

Konzentrieren Sie sich auf IHRE Arbeit

Was meine ich damit?
Nun, simpel ausgedrückt sollten Sie sich (wieder) um das kümmern, was die eigentliche Aufgabe & Verantwortung Ihres Jobs ist. Dazu gehört auch, dass Sie Kollegen und Mitarbeiter das Zutrauen was deren Job und Verantwortung ist. Führungskräfte neigen jedoch dazu, dass Sie sich gerne um alles kümmern (wollen), sich überall einmischen, Dinge hinterfragen die eigentlich schon geklärt sind und teilweise auch Rollen einnehmen die nicht im entferntesten etwas mit Ihrem Job zu tun haben.

Führungskräfte die einem Kontrollzwang unterliegen oder Ihren eigenen Verantwortungsbereich „überschätzen“, haben ein großes Problem: Nämlich mit sich selbst. Es gelingt Ihnen nicht (mehr), dass Sie ihren Mitarbeitern und/oder Kollegen vertrauen. Sie entwickeln eine regelrechte Diktatur im eigenen Team/Abteilung/Firma.

 

Das Resultat

Kein Meeting ohne deren Kenntnis (und teilweise auch Zustimmung), kein E-Mail von Mitarbeitern ohne das deren Name nicht in CC auftaucht, keine Entscheidungsbefugnis von Mitarbeitern ohne Rücksprache und vieles mehr. Manche Führungskräfte verbreiten diese eigenen Hierarchien in weiterer Folge sogar in anderen Teams – sprich sie mischen sich in den Kompetenz- und Verantwortungsbereich anderer Führungskräfte ein.

Erkennen Sie sich hier teilweise wieder?

Das ist mitunter der Grund, warum Sie auch so viele E-Mails, Termine und Anfragen erhalten. Weil Sie es so wollten und die innere Meinung und Überzeugung vertreten, dass ohne ihr Zutun und Wissen die Firma gegen die Wand fährt. Egal welche Position Sie ausüben: Wenn dies die Wahrheit wäre, dann sind entweder alle Positionen in Ihrer Firma falsch besetzt oder Sie führen ein Einzelunternehmen.

 

Die Lösung

Finden Sie heraus was Ihre Aufgabe im Unternehmen ist – nicht die Sie ausüben, sondern die für die Sie vorgesehen sind. Das kann mitunter schon etwas abweichen. Führen Sie Korrekturen durch indem Sie Aufgaben zurückgeben, Verantwortung übertragen und letztendlich am Erfolg des Unternehmens und an der Entwicklung von Mitarbeitern beitragen. Glauben Sie mir, das kann eigentlich nur zu einer Win-Win Situation führen.

Motivation durch Verantwortung: Haben Ihre Mitarbeiter den richtigen Platz gefunden?

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Wie kann man sein Personal richtig einsetzen? Wie kann man die Produktivität verbessern? Wo gibt es Optimierungsbedarf? Wie erkennt man, ob man die richtige Person für den richtigen Job ausgewählt hat?

Fragen die sich jedes Unternehmen stellt. Egal ob zwei Mitarbeiter oder 20.000. Denn jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter hat Talente die sie bzw. ihn für bestimmte Aufgaben besonders qualifiziert und auch disqualifiziert. Letztendlich wird nur das gut gemacht und erledigt, was gerne gemacht wird. So ist es auch im Erwachsenenalter, egal wie viel man dafür bezahlt bekommt.

Deshalb hängen die Erfolgsfaktoren eines Unternehmens nicht nur vom Produkt, Markt und der gewählten Marketingstrategie ab, sondern ganz entscheidend von den Mitarbeitern und auch deren Führung und Bedürfnissen.

Mitarbeiter sind die wichtigste Quelle

Mitarbeiter stehen im ständigen Austausch mit ihrem Unternehmen. Das heißt, dass ihre Mitarbeiter am besten wissen was gut läuft und meistens noch besser wissen, was gar nicht gut läuft. Es gibt dann je nach Persönlichkeit verschiedenste Wege und Strategien damit umzugehen. Hier ein kurzer Auszug von Typen, die ich in meiner Laufzeit schon kennenlernen durfte. Nebenbei angemerkt, sie betreffen das männliche wie auch weibliche Geschlecht. Uneingeschränkt.

Der Nörgler

Diese Person hat an allem und jedem etwas auszusetzen. Getrieben von einer inneren Unzufriedenheit, beeinflussen Nörgler ihre Umwelt nachhaltig. Und das nicht positiv. Allerdings haben diese Personen keinen oder wenn überhaupt nur einen geringen Beitrag für Verbesserungen. Wenn sie alle Prozesse und Probleme optimiert haben, können sie sich dem Nörgler zuwenden. Er wird weitere Probleme auflisten, an die sie nicht im entferntesten gedacht haben.

 

Der Pflichtbewusste

Er kommt so früh es möglich ist und geht so spät er kann. Der Pflichtbewusste lebt für die Firma. Alles andere ist nebensächlich und quasi nicht existent. Diese Person hat ein umfassendes Wissen über Systeme und Prozesse. Zwischenmenschliche Beziehungen haben dafür allerdings kaum noch Platz. Er weiß wo Platz für Verbesserungen sind, kann diese aber eventuell nicht klassifizieren, da die Arbeit ihm am Herzen liegt und sein Wesen es nicht erlaubt etwas schlecht zu reden. Sie entlocken dem Pflichtbewussten am besten dann die Informationen, wenn es um die konkrete Mitgestaltung und Mitarbeit an Verbesserungen geht. Binden Sie ihn so gut es geht ein, aber überfordern sie ihn nicht.

 

Der Wichtigmacher

Wer kennt sie nicht? Und es gibt sie sehr wahrscheinlich auch in ihrer Firma. Wichtigmacher kennen jeden Prozess, jedes System, jedes Team und überhaupt jeden Mitarbeiter und dessen Qualifikation. Wenn ihnen jemand auf alles eine Antwort geben kann, dann sollten die Alarmglocken bei ihnen klingeln. Mein Ausbilder zu Lehrzeiten hat mir schon folgenden Satz mitgegeben: „Wenn jemand behauptet er kann alles, dann kann er in Wahrheit gar nichts“. Natürlich gibt es auch Mitarbeiter die schon lange mit der Firma verbunden sind und ein großes Wissen mit sich bringen, doch die halten sich damit meist zurück und geben es nur dann Preis wenn man sie dezidiert danach fragt. Deshalb sind diese Mitarbeiter meist auch in der Kategorie „pflichtbewusst“ angesiedelt.

 

Der Unsichtbare

Er kommt und geht, doch so wirklich weiß niemand genau was er eigentlich macht. Der Unsichtbare agiert unscheinbar. Nichts desto trotz ist das, was er macht, nicht weniger wichtig. Der Unscheinbare nimmt neue Aufgaben ohne viel Panik an und nimmt Änderungen in der Firma sehr gelassen an. Man spürt eigentlich gar nicht dessen Anwesenheit, sehr wohl aber seine Abwesenheit. Wohl auch deswegen, weil plötzlich Arbeit liegen bleibt die vorher keiner gesehen hat. Der Unsichtbare kann auch guten Input zu Abläufen und Prozessen liefern, ob dies jedoch ein nützlicher Input ist kann man erst dann herausfinden, wenn man ihn dazu eingeladen hat.

 

Der Anwesende

Der Anwesende ist nahezu wie der Unsichtbare, nur dass er kaum Arbeit erledigt und sich eher davor drückt bzw. seine Arbeit als schwierig und unglaublich viel betitelt. Nicht falsch verstehen, der Anwesende hat immer irgendwas zu tun. Aber er ist kein Workaholic. Er nutzt die Tatsache aus, dass womöglich keiner in der Firma so ganz genau weiß was er eigentlich tut. Wenn der Anwesende gefragt wird, dann wird er seine Arbeit kaum näher erklären und viel mehr Argumente verwenden, dass sein Job komplex und langwierig, ja mitunter sehr anstrengend ist. Fragt man ihn direkt ob er auch mal Zeit für irgendetwas hat, dann findet der Anwesende viele Ausreden warum er eher keine Zeit hat. Der Anwesende sollte für Dinge rund um Optimierungsbedarf eher ausgeklammert werden. Beleuchten Sie den Anwesenden wenn Sie Zeit und Energie dafür haben. Es könnte nämlich sein, dass Sie mehr als erstaunt über dessen tatsächliche Arbeitsleistung sind.

Es gibt noch viele weitere Typen und Eigenschaften.

Möchten Sie eine Optimierung Ihrer Prozesse, Arbeitsabläufe oder Organisation anstreben, dann brauchen Sie den Input Ihrer Mitarbeiter. Erst wenn Sie wissen was die Stärken, Schwächen, Bedürfnisse und zum Teil auch No-Gos ihrer Mitarbeiter sind, können Sie diese gezielt einsetzen und auch entwickeln. Andernfalls ist es eher eine zusammengewürfelte Gruppe die eben zusammenarbeitet weil das Jemand gesagt hat. Und dieser Jemand sind sie. Das heißt aber im Umkehrschluss nicht, dass dabei das beste Ergebnis herauskommt.

Aufgaben zuordnen, Grenzen abstecken, Verantwortung übernehmen

Wenn Sie nun Ihre Teams und deren Zweck sowie Aufgaben kennen (und dies auch bei den Teammitgliedern bekannt ist), dann können Sie die Optimierungen adressieren und evaluieren. Nur wenige Verbesserungen oder Änderungen betreffen meist nur ein Team. Oft sind zwei oder mehrere Teams in einen ganzen Optimierungsprozess eingebunden.

Machen Sie dabei nicht den Fehler und überlassen Sie das Feld den Anwesenden bzw. Betroffenen. Denn Sie möchten ja eine Verbesserung herbeiführen und kein Gemetzel bei dem der Stärkste gewinnt. Deshalb sollte dieser Prozess von einem unabhängigen Moderator begleitet werden. Dessen Aufgabe ist es die Meinungen und Befindlichkeiten zu berücksichtigen und das Problem durch eine entsprechende Lösung gemeinsam zu ersetzen.

Letztendlich ist es nämlich mehr als notwendig, dass die Optimierung auch vom jeweiligen Team verstanden und voll umfänglich übernommen wird. Dieses Team (bzw. diese Teams) ist letztendlich verantwortlich damit es in Zukunft besser und runder läuft.

Wenn Sie möchten, dann können wir uns dazu gerne weiter unterhalten und Ihren Bedarf ermitteln. Meine Kontaktdaten finden Sie nach wie vor auf meiner Kontaktseite.

Ein Leistungsschub ganz ohne Kaffee: Warum zu viel Sitzen Ihrem Unternehmen schaden kann

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Dieser Artikel ersetzt keine Gesundheitsberatung. Im Rahmen meiner Arbeit als IT Berater habe ich mich unter anderem mit gesundheitsfördernden und sinnstiftenden Arbeitsorganisationen auseinandergesetzt. Ich übernehmen für die Vollständigkeit, Aktualität und Richtigkeit der von mir empfohlenen Produkte oder Maßnahmen keine Haftung.

Vor fast 10 Jahren hat die Zeit-Online den Artikel „Wer lange sitzt, ist früher tot“ herausgebracht. Es hat damals zwar einen kurzen Aufschrei darüber gegeben, geändert sich in Wahrheit jedoch kaum etwas. Dabei gibt es mittlerweile höhenverstellbare Bürotische, die man auch im Stehen nutzen kann. Wer viel telefoniert kann sich sogar über eine Vielzahl von Bluetooth Headsets freuen. Doch nicht hinter jedem Angebot steht auch eine entsprechende Nachfrage.

Da Sitzen im Sinne der öffentlichen Meinung nicht als anstrengend gilt, sieht man wohl auch keine Gefahr darin. Dabei bringen es Studien seit geraumer Zeit schonungslos auf den Punkt:

  • Wer weniger als 3h am Tag in sitzender Haltung verbringt, kann bis zu zwei Jahre länger leben
  • Wer täglich sechs oder mehr Stunden sitzt, hat um eine 20%ige höhere Sterberate als Personen die nur drei Stunden im Sitzen arbeiten
  • Häufiges Sitzen fördert Rückenleiden sowie Muskel- und Gelenkerkrankungen
  • Wenige Stunden reichen übrigens aus um höhere Blutfettwerte anzusteuern
  • Begleitet von Herz-Kreislauf-problemen und einem höherem Thrombose-Risiko

Haben Sie also mit Mitarbeiter*innen zu kämpfen die ständig müde sind und sich schwer konzentrieren können? Oder ist es Ihnen vielleicht an sich selbst schon aufgefallen? Möglicherweise liegt hier bereits der Hund begraben. Zu viel Sitzen verursacht psychische Erkrankungen und Bandscheibenvorfälle. Krankenstand oder Berufsunfähigkeit sind das Resultat.

Wenn Ihre Mitarbeiter Ihr Kapital sind, dann sollten Sie handeln

Bis zu € 3.600,- im Jahr kostet Ihnen ein Mitarbeiter der nicht leistungsfähig ist 1). Bei 10 Mitarbeiter*innen sind das schon € 36.000 pro Jahr. Wenn man bedenkt, dass ergonomische höhenverstellbare Tische bereits ab € 700,- erworben werden können (oder alternativ eine Tischerweiterung wie z.B. Easy Stand Laptop), liegt durch geringe Investition in das Unternehmen und die Gesundheit der Schutz vor erheblicher Unproduktivität und Ausfällen auf der Hand.

Die Kosten steigen übrigens rasant, wenn Ihnen durch die Folgen des ständigen Sitzens eine Schlüsselperson ausfällt, sprich berufsunfähig wird. Denn dann haben Sie neben dem erheblichen KnowHow-Verlust auch die Kosten, Zeit und Nerven zu investieren einen entsprechenden Nachfolger zu finden und gegebenenfalls auch einzuschulen.

Gesundheit als Unternehmensziel

Eine tragende Rolle bei diesem Thema sind Ihre Führungskräfte bzw. Sie als Unternehmer. Mitarbeiter*innen benötigen Vorbilder und Leitbilder die ein Gespür für das Wohlbefinden und der Gesundheit im Unternehmen haben.

Nehmen Sie solche Leute ernst die einen Blick auf diese Themen haben, denn es benötigt starke Personen wenn Sie die Gesundheit in Ihrer Firma fokusieren möchten. Langfristig werden Sie und Ihre Mitarbeiter definitiv profitieren. Sei es durch die Verminderung von Krankenstandstagen, Arztbesuchen oder sogar Kündigungen durch gesundheitliche Probleme.

Und falls Sie noch der Meinung sind, dass Ihre Mitarbeiter*innen noch gar nicht so lange sitzen, dann empfehle ich Ihnen einen Blick in die Klassenräume aller Schulen. Von der Volksschule beginnend…