Gedanken und Ideen : Wie COVID-19 neue Sichtweisen erzwingt

Vor sechs Monaten hätte noch niemand daran gedacht, dass ein kleiner Virus namens COVID-19 die ganze Welt verändern würde. Zumindest insofern, dass Ausgangssperren gelten und Betriebe ihre Mitarbeiter entweder freistellen oder via HomeOffice beschäftigen müssen. Doch wir alle erleben es gerade live wie schnell sich die Zeiten und die Situationen ändern können. Was sind die genauen Auswirkungen und vor allem die Chancen dieser globalen Krise im 21. Jahrhundert? Ich versuche es aus unternehmerischer (und zum Teil auch aus persönlicher) Sicht zu analysieren bzw. betrachten.

Einige unmittelbare Auswirkungen der Corona Krise

Einzelhandel & Dienstleistungen

Einer der größten Auswirkungen erlebt wohl gerade der Einzelhandel und Dienstleistungsbereich. Geschäfte mussten quasi über Nacht ihre Türen verschließen und Mitarbeiter nach Hause schicken. Einzig und allein der Lebensmittelhandel sowie Gesundheitsbereich (Apotheken, Drogerien) erleben aktuell ein nie verzeichnetes Umsatzplus durch Hamsterkäufe und der potentiellen Gefahr des Zusammenbruchs aller Märkte. Wer seine Produkte und Leistungen nicht online anbieten kann, steht derzeit vor dem Zusammenbruch seiner Existenz.

Verträge ohne Nutzungsmöglichkeit

Fitnessstudios sind das Paradebeispiel schlechthin. Wer früher schnell beim Abschließen eines Vertrages voll mit Motivation für mehr Sport war, der weiß wie schwer es ist diesen Vertrag voll auszukosten wenn der innere Schweinehund überwiegt. Vom vorzeitigen Kündigen eines solchen Vertrages reden wir gleich gar nicht. Aktuell hat man allerdings gar keine Möglichkeit ein Fitnessstudio zu besuchen. Egal ob mit Vertrag oder ohne. Doch wie sieht das nun rechtlich aus? Muss man für etwas bezahlen, dass man gar nicht nutzen kann? Auch Internetverträge sind davon zum Teil betroffen. Hat eine Firma keine eigenen Server und es gibt keine aktuelle Notwendigkeit für einen Internetanschluss, weil die Firma ja zu ist, ist man dann berechtigt seine Zahlungen zu reduzieren oder gar einzustellen?

Direkte Kommunikation

HomeOffice schön und gut, doch wie läuft nun die direkte und vor allem die teamübergreifende Kommunikation ab? Während man früher sich beim Kaffee schnell austauschen konnte oder eben ein Meeting für größere Besprechungen ausrief, ist das in Zeiten von Corona eine spannende Herausforderung. Klar kann man auch Telefonate führen und E-Mails schreiben. Doch ist das wirklich das Mittel der Wahl? Reicht uns als Individuum die Sprache und der Text für eine gewisse Zeit oder brauchen wir Emotionen, Mimik und Berührungen damit wir uns woher fühlen?

Billig, billiger, China

Unternehmen kämpfen mit Lieferengpässen weil Transportwege eingeschränkt und Firmen im Ausland ihre Produktion heruntergefahren haben. Allen voran viele Firmen in China und Japan. Die vermeintliche Billigproduktion fällt nun vielen Firmen auf den Kopf, weil sie sich von diesen Lieferanten abhängig gemacht haben. Ist Umsatz, Gewinn und Preisdumping auch künftig noch das unternehmerische Hauptziel?

Annahme nicht möglich

Online Bestellungen haben ja den Vorteil, dass man diese 24h durchführen kann. Blöd ist allerdings, dass man Zustelloption dann nur noch schwer ändern kann. Wer vorige Woche fleißig bestellt hat, steht mitunter nun vor dem Problem, dass niemand das Paket annehmen kann. Dies bedeutet viele Rücksendungen, verzögerte Zustellungen und erheblichen Aufwand bei allen Beteiligten. Ist die Logistik(-branche) für die Zukunft gewappnet und ausgerichtet?

Wissen ist Macht

Leere Klassenzimmer kennt man nur von schulfreien Tagen. In den aktuellen Zeiten muss man neue Wege finden Wissen zu vermitteln und abzufragen. Digitale Lernwege gibt es bis dato nur bedingt und schon gar nicht schulgerecht. Sind die Tage der typischen Klassenräume nun gezählt oder bleiben wir bei der personenabhängigen und damit recht instabilen Wissensvermittlung? Wie kann man künftig Wissensüberprüfungen durchführen? Begibt sich das Ausbildungssystem soeben in ein neues Zeitalter?

Es gibt noch viele weitere Auswirkungen, vor allem jene die noch gar nicht richtig bekannt sind.
Welche das für Ihr Unternehmen sind, müssen Sie in Ruhe (!) selbst herausfinden – doch bekommen Sie keine Panik, sondern nutzen Sie die Krise als Chance für Überlegungen und Veränderungen.

Je früher Sie und Ihr Team (!) damit beginnen, desto schneller können Sie sich von dem derzeitigen Schock erholen und neue Wege beschreiten. Anbei einige Bespiele wie die derzeitige Corona-Krise als Chance genutzt werden kann.

Ich habe natürlich nicht alle Vorteile und Nachteile in diese Überlegungen einbezogen, dafür bin ich nicht der richtige Experte und es würde den Rahmen dieses Artikels sprengen. Sinn und Zweck dieser Übung ist lediglich aufzuzeigen, dass es auch eine Zeit nach der Krise geben wird. Und gewiss auch eine Zeit mit einer neuen Krise – wie auch immer diese aussehen wird.

Chancen durch die Corona Krise

Ausbau der IT Infrastruktur und des IT Sicherheitsbereichs für Privatanwender wie auch Unternehmen

HomeOffice ist wohl das Wort des Jahres wenn es um Unternehmen geht. Dabei sind noch längst nicht alle Unternehmen oder deren Mitarbeiter für HomeOffice gerüstet. Fehlende Infrastruktur auf beiden Seiten, kann in dieser Krise zu einer Herausforderung werden. Experten und Unternehmen die sich im Bereich IT-Dienstleistungen auf Internetprodukte, Sicherheitslösungen bzw. auch HomeOffice Arbeitsstationen spezialisiert haben, können aktuell recht gut profitieren. Nicht zu vergessen ist dabei der Support via Remotezugriff oder gegebenenfalls vor Ort.

Online Shops

Wer als Unternehmer einen (funktionierenden und umfassenden) OnlineShop sein Eigen nennen kann, hat aktuell einige Vorteile gegenüber jenen Unternehmen die ausschließlich via Geschäftsräume tätig sind. Natürlich sind nicht alle Produkte und Leistungen via OnlineShop umsetzbar, doch hier gilt es neue Wege zu finden und vor allem umzudenken. Vielleicht macht es ja doch Sinn auch nur die kleinste Schraube oder das merkwürdigste Kabel nun doch im OnlineShop abzubilden. Ich beziehe mich dann übrigens später nochmal auf diesen Punkt.

Produkte/Verträge nur noch durch Nutzungszeit anbieten 

Sind Verträge mit einer bestimmten Laufzeit und der Ignoranz über dessen tatsächlicher Nutzung nach wie vor zukunftssicher? Wir kennen das von Verträgen der Fitnessstudios. Einmal unterschrieben, zahlt man seinen Beitrag jeden Monat brav ein, egal ob Sie eine Leistung beansprucht haben oder nicht.

Das ist zwar gut für Ihr Geschäft, da Sie dadurch ein Einkommen aufweisen, doch ist das auch die Zukunft? Werden nicht eher jene Unternehmen bevorzugt, bei denen nur dann Kosten entstehen wenn auch eine Leistung angeboten bzw. insbesondere beansprucht wird? Was heute noch als unmöglich scheint, könnte übermorgen das Geschäftsmodell der Zukunft sein.

Den tatsächlichen Wert des Gesundheits- und Pflegebereichs erkennen und einfordern

Die Menschen sagen aktuell Danke und klatschen auf Ihrem Balkon in die Hände. Dies gilt jenen Menschen die in dieser Zeit die Verantwortung für viele Patienten übernommen haben. Ganz ehrlich – ein Danke ist zwar schön und gut, gehört meines Erachtens aber schon längst zum guten Ton gegenüber solchen Personen. Nicht nur oder nicht erst seit der Krise. Das Klatschen bzw. den Applaus finde ich amüsant. Ich werde das bei nächster Gelegenheit auch mal in einem Restaurant probieren, wenn der Kellner mit die Rechnung bringt.

Was ich damit sagen will? Wir haben den Gesundheits- und Pflegebereich die letzten Jahre demontiert bzw. dabei zugesehen. Diese Leute bekommen für Ihren Einsatz fast nicht mehr als den Mindestlohn. Das wir das nun mit Applaus quittieren ist für mich persönlich eine Farce. Hier gilt es schnellstmöglich umzudenken. Dieser Bereich benötigt dringend mehr Anerkennung, mehr Gehalt und mehr Kontrolle (betreffend schwarzer Schafe).

Lernen und Schulen via Internet

Der typische Frontalunterricht ist aktuell Geschichte. Das ist mehr als nur schön. Neue Wege gilt es nun in der Wissensvermittlung und auch Wissensüberprüfung zu finden. Jedoch nicht nur in Schulen, sondern auch in Erwachsenentrainings bzw. Ausbildungsstätten. Es gibt nicht viele Personen die vor einer Kamera ihr Wissen einwandfrei vermitteln können – dies nun von jedem Lehrer bzw. jeder Lehrerin zu erwarten ist mutig.

Aber es entspricht definitiv nicht der Tatsache. Wie können also Lehrkräfte mit den neuen Medien ihr Potential entfalten und Wissen zukunftssicher vermitteln? Was benötigt es vor allem, damit Schülerinnen und Schüler lernen zusammenzuarbeiten wenn man nur via Internet verbunden ist?

Empfehlungen und Überlegungen mit der Corona Krise

Kündigen Sie keine Mitarbeiter – außer sie beabsichtigen ihre Firma zu schließen. Punkt.

Es gab schon viele Krisen in der Vergangenheit.

Wenn Sie in jeder Krise ihr Kapital (nämlich Ihre Mitarbeiter) als erstes über Bord schmeißen, dann segeln sie einem Untergang definitiv entgegen. Ihre eigene Angst und Befürchtungen werden somit ihre Wahrheit. Sie schwimmen demzufolge mit dem Strom und der allgemeinen Heraufbeschwörung einer Weltwirtschaftskrise.

Versuchen Sie stattdessen mit ihren Mitarbeitern Lösungen zu finden. Nehmen Sie Kontakt mit Banken und Förderstellen auf. Gerade in der Corona-Krise gibt es nun eine Vielzahl an Unterstützungen und langfristige Pläne machen nun mehr Sinn als kurzfristige Denkweisen. Wenn Sie Ihre Mitarbeiter demontieren, verlieren Sie KnowHow, Vertrauen Ihrer verbliebenen Mitarbeiter und die Möglichkeit für künftige Aufträge ausgerüstet zu sein. Letztendlich treten Sie dadurch ein Welle los, die Ihr Unternehmen und aber auch andere Unternehmen in den Abgrund reißen können und werden.

Suchen Sie nach neuen Wegen, Produkten, Bedürfnissen

Die Welt nach der Corona Krise wird nicht mehr die gleiche sein.

Desto früher Sie sich damit abfinden, desto besser ist das für Ihr Unternehmen. Orientieren Sie sich dabei an meiner Liste oben „Chancen durch die Corona Krise“ – das sind nur kurze Überlegungen die ich mir in 30 Minuten gemacht habe. Stellen Sie sich den Output vor, der innerhalb eines Tages zusammen kommt. Es gibt immer Bedürfnisse Ihrer Kunden die nach wie vor befriedigt werden wollen. Flexibilität und ganz neues Denken ist aktuell das beste Mittel gegen die Krise.

Nutzen Sie die Krise für sich um Vertrauen und Kunden zu gewinnen

Gehören Sie zu jenen Unternehmen deren Umsatz nach wie vor stabil ist (z.B. Telekommunikation, Spielebranche, Erotikbranche, etc.),  dann sollten Sie sich Gedanken machen, wie Sie aktuell die Wirtschaft oder Ihre Kunden bzw. künftigen Kunden unterstützen könnten. Das meine ich übrigens auch so, wie ich es sage.

Wenn Ihre Kunden (egal ob Business oder Privat) nun alle wegbrechen, weil Sie Ihre Leistungen nicht mehr bezahlen können, dann gehen Sie mit unter. Das sollte aktuell nicht im Sinne Ihrer Handlungen sein. Überlegen Sie sich stattdessen z.B. die Gebühren zu 20% oder 50% oder 80% für 3 oder 6 Monate oder bis Ende des Jahres zu reduzieren – ohne dass Sie dabei groß Ihrem eigenen Unternehmen schaden.

Das Vertrauen, dass Sie dadurch erzeugen ist durch Werbung wohl kaum zu bezahlen und sichert Ihnen zudem eine Vielzahl Ihrer Bestandskunden und beschert Ihnen eventuell in der Krise neue Kunden. Überlegen Sie sich diesen Schritt jedoch genau und rechnen Sie ihn öfters durch. Da alle aktuell jedoch alle am selben Strang ziehen, wird wohl der als Sieger hervorgehen, der anders als die Masse agiert.

Kümmern Sie sich um Ihr Online Geschäft

Aktuell ist fast kein besserer Zeitpunkt als sich um das bestehende Online Geschäft zu kümmern oder ein neues aufzubauen. Alles was aktuell online gemacht werden kann ist derzeit gefragt wie nie zuvor. Von Einkaufen über Spielen und Streamen, Reden und Austauschen, Schulen und Lernen bis hin zum Support finden Online Bereiche immer mehr Präsenz und auch Lösungen.

Auch eine Webseite oder ein Online Shop ist aktuell sehr gefragt und kann in Zeiten der Krise entweder umgebaut oder mit neuen Content versorgt werden. Schaffen Sie Kooperationen und finden Sie Partner in Ihrem Bereich oder in Ihrer Umgebung. Man muss auch nicht alles alleine machen oder das Rad neu erfinden. Und vergessen Sie nicht Ihre Mitarbeiter einzubinden.

Versinken Sie nicht im Selbstmitleid

Aktuell gibt es viele Herausforderungen an die wir vor noch nicht allzu langer Zeit nicht im entferntesten gedacht haben. Viele Menschen haben bereits Ihren Job durch diese Krise verloren. Manche Ihre Gesundheit. Andere wiederum Ihr Leben.

Nie war Führungskraft und -kompetenz mehr gefordert und gefragt als in diesem Jahr. Wenn Sie sich auf den Untergang und Verluste konzentrieren, wird keine Lösung ersichtlich sein. Vertrauen Sie auf sich selbst, vertrauen Sie auf Ihre Mitarbeiter. Sie werden erstaunt sein, wozu eine innere Einstellung fähig ist. Aktuell brauchen wir neue Ideen und Leute die sich trauen diese umzusetzen. Machen Sie doch einfach mit.

Wenn Sie kein Unternehmen besitzen, wappnen Sie sich

Meine Tipps betreffen ja vorrangig Unternehmen.

Doch ich bin mir sicher, dass die/der eine Leser/in auch selbst für sich sucht und gar kein eigenes Unternehmen leitet. Da stellt sich nämlich die Frage, was man als Privatperson in dieser Corona-Krise machen sollte? Egal ob Sie Ihren Job verloren haben oder via Kurzarbeit arbeiten bzw. nach wie vor Ihren Job zu 100% ausüben – wappnen Sie sich für die Zukunft.

Was meine ich damit? Ich bin mir sicher, irgendjemand wird bald den Spruch posten „Vor der Krise ist nach der Krise“. Wenn dem so wäre müssten Sie nur abwarten und hoffen, dass Sie bald wieder einen Job haben und die “Normalität” einkehrt.

Schlagen Sie sich das aus dem Kopf.

Ich habe nicht umsonst einige Branchen erwähnt, die auch in der Krise nach wie vor stabil sind. Lernen Sie in dieser Zeit etwas neues und erkennen Sie die Bedürfnisse der Zukunft. Egal ob eine neue Sprache, Programmieren, Grafiken entwerfen, neue Versorgungskonzepte, etc. – Überlegen Sie sich ob Sie in Zukunft von zu Hause arbeiten wollen und können. Finden Sie heraus, welche Probleme Sie aktuell haben oder von Verwandten und Freunden kennen und eliminieren Sie diese. Dies könnte der Schlüssel Ihrer erfolgreichen Zukunft sein. #glaubandich gehört zwar zum Leitbild der Sparkasse, ist aber aktuell mehr als zutreffend.

Ein Beispiel am Rande

Da das nun alles sehr theoretisch war und ich quasi Sätze wie „Das ist für mich nicht anwendbar“ oder „Das kann ich in meinem Unternehmen nicht realisieren“ schon hören kann, möchte ich das geschriebene an einem Beispiel runterbrechen.

Angenommen Sie haben einen Friseursalon mit 3 Mitarbeitern und mussten aktuell Ihr Geschäft schließen. Nach wie vor entstehen laufende Kosten wie Miete, Strom aber auch Gehaltszahlungen.

Die Zukunftsprognose aktuell sieht vor, dass Ihr Geschäft vor Juni nicht wieder öffnet, geschweige denn normal laufen wird. Das heißt, wenn Ihr Geschäft per Anfang oder Mitte März geschlossen wurde, ist ein Umsatzausfall mit bis zu 3-4 eher 6 Monaten zu beziffern. Die Kosten die demzufolge auf Sie zukommen, sollten also ermittelbar sein.

Gehen wir von rund EUR 4.000,- pro Monat an Personalkosten aus, dann sind das für diesen Zeitraum EUR 4.000,- x 4 Mitarbeiter (3 + Sie) = 16.000,- x 6 Monate = EUR 96.000,-

Mit geschätzten Kosten an Miete, Strom, etc. von EUR 3.000,- belaufen wir uns also auf EUR 114.000,- oder EUR 120.000,-

Ganz ehrlich, kaum ein Unternehmer hat mal eben EUR 120.000,- auf der Kante liegen. Machen wir uns also nichts vor. Welche Möglichkeiten haben Sie jetzt?

  1. Mitarbeiter auf Kurzarbeit oder Bildungskarenz oder Bildungsteilzeit schicken/anmelden
    www.ams.at/arbeitsuchende/arbeitslos-was-tun/aktuelle-informationen-zum-coronavirus bzw. www.ams.at/unternehmen/personalsicherung-und-fruehwarnsystem/informationen-unternehmen-coronavirus- und www.wko.at/service/corona-kurzarbeit.html
  2. Mit der Bank Ihrer des Vertrauens ein Beratungsgespräch vereinbaren
  3. Mit Ihrem Steuerberater ein Beratungsgespräch vereinbaren
    www.wko.at/service/aussenwirtschaft/coronavirus-wirtschaftskammer-als-anlaufstelle.html sowie www.wko.at/service/coronavirus-ueberbrueckungsfinanzierung.html
  4. Reden Sie mit Ihren Mitarbeitern Klartext – Diese bilden das Fundament Ihres Unternehmens
  5. Finden Sie neue Lösungen, Vertriebswege und Dienstleistungsmöglichkeiten mit Ihren Mitarbeitern (binden Sie diese ein, jeder hat Ideen)
  6. Spezialisieren Sie sich z.B. mit Ihren Mitarbeitern auf Friseurdienstleistungen zu Hause. Was braucht es dazu? (Equipment, Terminverwaltung, Atemschutz?)
  7. Bauen Sie Ihre Webseite und Ihre Leistungen aus  – Gehen Sie dabei davon aus, dass Ihr Kunde zu Hause ist (Stichwort Beratung, Lieferung, etc.)
  8. Schaffen Sie Kooperationen – nicht jeder ist Ihr Feind. Gemeinsam kann man viel mehr erreichen.

Wichtig: Verlieren Sie nicht den Kopf und Ihre Nerven. Denken Sie zukunftsorientiert und ignorieren Sie am besten die meisten (schlechten) Nachrichten betreffend COVID-19. Ich hoffe Sie  und Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bleiben gesund.

In der Minute in der du darüber nachdenkst aufzugeben, solltest du darüber nachdenken wieso du so lange durchgehalten hastUnbekannt

Ein Leistungsschub ganz ohne Kaffee: Warum zu viel Sitzen Ihrem Unternehmen schaden kann

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Dieser Artikel ersetzt keine Gesundheitsberatung. Im Rahmen meiner Arbeit als IT Berater habe ich mich unter anderem mit gesundheitsfördernden und sinnstiftenden Arbeitsorganisationen auseinandergesetzt. Ich übernehmen für die Vollständigkeit, Aktualität und Richtigkeit der von mir empfohlenen Produkte oder Maßnahmen keine Haftung.

Vor fast 10 Jahren hat die Zeit-Online den Artikel „Wer lange sitzt, ist früher tot“ herausgebracht. Es hat damals zwar einen kurzen Aufschrei darüber gegeben, geändert sich in Wahrheit jedoch kaum etwas. Dabei gibt es mittlerweile höhenverstellbare Bürotische, die man auch im Stehen nutzen kann. Wer viel telefoniert kann sich sogar über eine Vielzahl von Bluetooth Headsets freuen. Doch nicht hinter jedem Angebot steht auch eine entsprechende Nachfrage.

Da Sitzen im Sinne der öffentlichen Meinung nicht als anstrengend gilt, sieht man wohl auch keine Gefahr darin. Dabei bringen es Studien seit geraumer Zeit schonungslos auf den Punkt:

  • Wer weniger als 3h am Tag in sitzender Haltung verbringt, kann bis zu zwei Jahre länger leben
  • Wer täglich sechs oder mehr Stunden sitzt, hat um eine 20%ige höhere Sterberate als Personen die nur drei Stunden im Sitzen arbeiten
  • Häufiges Sitzen fördert Rückenleiden sowie Muskel- und Gelenkerkrankungen
  • Wenige Stunden reichen übrigens aus um höhere Blutfettwerte anzusteuern
  • Begleitet von Herz-Kreislauf-problemen und einem höherem Thrombose-Risiko

Haben Sie also mit Mitarbeiter*innen zu kämpfen die ständig müde sind und sich schwer konzentrieren können? Oder ist es Ihnen vielleicht an sich selbst schon aufgefallen? Möglicherweise liegt hier bereits der Hund begraben. Zu viel Sitzen verursacht psychische Erkrankungen und Bandscheibenvorfälle. Krankenstand oder Berufsunfähigkeit sind das Resultat.

Wenn Ihre Mitarbeiter Ihr Kapital sind, dann sollten Sie handeln

Bis zu € 3.600,- im Jahr kostet Ihnen ein Mitarbeiter der nicht leistungsfähig ist 1). Bei 10 Mitarbeiter*innen sind das schon € 36.000 pro Jahr. Wenn man bedenkt, dass ergonomische höhenverstellbare Tische bereits ab € 700,- erworben werden können (oder alternativ eine Tischerweiterung wie z.B. Easy Stand Laptop), liegt durch geringe Investition in das Unternehmen und die Gesundheit der Schutz vor erheblicher Unproduktivität und Ausfällen auf der Hand.

Die Kosten steigen übrigens rasant, wenn Ihnen durch die Folgen des ständigen Sitzens eine Schlüsselperson ausfällt, sprich berufsunfähig wird. Denn dann haben Sie neben dem erheblichen KnowHow-Verlust auch die Kosten, Zeit und Nerven zu investieren einen entsprechenden Nachfolger zu finden und gegebenenfalls auch einzuschulen.

Gesundheit als Unternehmensziel

Eine tragende Rolle bei diesem Thema sind Ihre Führungskräfte bzw. Sie als Unternehmer. Mitarbeiter*innen benötigen Vorbilder und Leitbilder die ein Gespür für das Wohlbefinden und der Gesundheit im Unternehmen haben.

Nehmen Sie solche Leute ernst die einen Blick auf diese Themen haben, denn es benötigt starke Personen wenn Sie die Gesundheit in Ihrer Firma fokusieren möchten. Langfristig werden Sie und Ihre Mitarbeiter definitiv profitieren. Sei es durch die Verminderung von Krankenstandstagen, Arztbesuchen oder sogar Kündigungen durch gesundheitliche Probleme.

Und falls Sie noch der Meinung sind, dass Ihre Mitarbeiter*innen noch gar nicht so lange sitzen, dann empfehle ich Ihnen einen Blick in die Klassenräume aller Schulen. Von der Volksschule beginnend…