Haftung für Fake-Bewertungen bzw. Bewertungsportale Ein Unternehmen von Ronny Dechler

Haftung für Fake-Bewertungen bzw. Bewertungsportale

Bewertungen im Internet sind aktuell mehr Wert als Gold oder Geld. Mit Bewertungen findet man Kunden und kann ihnen somit Produkte und/oder Dienstleistungen verkaufen. Andere Firmen verkaufen durch Bewertungen keine Waren, sondern tauchen durch scheinbar perfekte Rezensionen unter den ersten 5 Google-Suchtreffern auf und geben scheinbar etwas kostenlos her, damit man später das investierte Geld via Abmahnungen oder dubiosen Forderungen zurück bekommt.

Mit Bewertungen wird jedes Konsumverhalten maßgeblich beeinflusst. Es betrifft typische Einkäufe in Online Shops, die Suche nach Dienstleistern wie Handwerker, Werkstätten, Maler oder Frisöre, die Suche nach Medikamenten und ärtzlichen Dienstleistungen oder die Suche nach dem nächsten Hotel und Ausflugsziel.

Bewertungsportale gibt es dazu für jede Kategorie:

Fakt ist, dass Unternehmen das Potential von Bewertungen bereits erkannt haben und demzufolge maßgeblich manipulieren. Wie z.B. mit Firmen wie FiveStar Marketing

Jede 3. Bewertung ist gefälscht

Man geht davon aus, dass bereits mehr als 30% also jede 3.Bewertung im Internet eine Fake-Bewertung ist. Dies hat zur Folge, dass Produkte erworben werden, die keine Qualität oder Sicherheit bieten sowie Dienstleistungen in den Vordergrund treten, die dubios und/oder Schaden verursachen können. Im übrigen geht es dabei nicht nur um finanziellen Schaden, sondern bei z.B Medikamenten oder Ärzten auch um gesundheitlichen Schaden.

Die Petition

Aus diesem Grund habe ich am 03 Jänner 2021 eine Petition auf openPetition gestartet mit dem Ziel diesen “Zustand” zu ändern.

Mein Vorschlag ist an das österreichische Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort genauer gesagt Dr. Margarete Schramböck gerichtet.

Dieser beinhaltet:

  1. Keine Bewertungen mehr anzeigen und zulassen
  2. ausgenommen das verantwortliche Unternehmen bzw. die verantwortliche Person übernimmt
    1. die Haftung für alle zusammenhängenden Bewertungen und
    2. etwaige Schadensersatzansprüche die aus offensichtlich fragwürdigen oder gefälschten Bewertungen entstehen und entstanden sind (Verjährungsfrist 3 Jahre)
    3. die Beweispflicht, dass es sich um reale und wahrheitsgemäße Bewertungen handelt, liegt bei der verantwortlichen Person bzw. dem verantwortlichen Unternehmen
  3. Bewertungsplattformen müssen an der Aufarbeitung und Ermittlung von Fake-Bewertungen mitwirken und dürfen diese künftig nicht einfach nur löschen

Da es sich um einen österreichischen Vorschlag zur Gesetzesänderung handelt, gilt dieser Entwurf für alle Bürgerinnen und Bürger in Österreich. Eine Ausweitung auf EU-Raum – wie die DSGVO – ist empfehlenswert und angestrebt.

Sie stimmen mir in allen Punkten zu und möchten mich unterstützen? Dann unterschreiben Sie doch ganz einfach online: https://www.openpetition.eu/at/petition/online/kuenftige-haftung-fuer-fake-bewertungen-und-resultiertem-schaden

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Weitere Informationen und Quellen

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